Heinrich Neuhaus

12. 4.1888*
Geboren in Jelisawetgrad (Ukraine) in eine Familie deutsch-polinischer Abstammung mit international anerkannten Musikern. Sein Vater, Gustav Neuhaus, war ein Schüler des berühmten Pianisten Ferdinand Hiller, sein Onkel, Felix Blumenfeld, damals ein weltberühmter Pianist, sein Cousin der bedeutende polnische Komponist Karol Szymanowski.

1897
Unterricht in der Klavierschule seines Vaters. Beginn der Konzerttätigkeit mit 9 Jahren

1904

Seinen triumphalen Durchbruch erlebt Heinrich Neuhaus als Sechzehnjähriger bei einem Konzert mit den Berliner Philharmonikern

1904 - 1912
Neben der Konzertätigkeit Klavierunterricht bei Karl Heinrich Barth und Kompositionsunterricht bei Paul Juon in Berlin

1912 - 1914
Schüler des weltberühmten Pianisten Leopold Godowsky an der Meisterschule der Wiener Akademie.

1916 - 1917

Lehrer an der Schule der Russischen Musikgesellschaft in Tiflis (Georgien)

1919 - 1922

Professor am Konservatorium Kiew

1922
Ernennung zum Professor an der Moskauer Musikhochschule (Tschaikovsky-Konservatorium) in Moskau. Entstehung der legendären Meisterklasse Neuhaus.

1935 - 1937
Zwischenzeitlich Direktor der Moskauer Musikhochschule (Tschaikovsky-Konservatorium)

1958
Erste Auflage seines berühmt gewordenen Buches „Die Kunst des Klavierspiels" in russischer Sprache

10.10.1964
Tod in Moskau nach 42 Jahren Lehrtätigkeit am Tschaikovsky-Konservatorium


Während knapp fünf Jahrzehnten begründete Heinrich Neuhaus durch sein exemplarisches Wirken als Konzertpianist und Pädagoge weltweit den Ruf der modernen russischen Klavierschule. Neben fünfzehn internationalen Preisträgern zählen Swjatoslaw Richter, Emil Gilels, Yakov Zak und Radu Lupu zu seinen bedeutendsten Schülern.